NEWS & FAKTEN zum Immobilienerwerb

BASIS-INFORMATIONEN zum Immobilienerwerb in Österreich:

1.KOSTEN BEI KAUFVERTRÄGEN

  • GRUNDERWERBSSTEUER:  3,50% vom Kaufpreis
  • GRUNDBUCHSEINTRAGUNGSGEBÜHR: 1,10% vom Kaufpreis
  • SONSTIGE NEBENKOSTEN:  Rechtsberatungskosten für Vertragserrichtung und grundbücherliche Durchführung sowie Steuerberatungskosten nach Aufwand

 

2. MAKLERPROVISIONEN

  • ERWERB VON IMMOBILIEN: ab einem Kaufpreis von € 48.448,51.- beträgt die Provision 3,00% zuzüglich USt. vom Kaufpreis
  • VERMIETUNG/ ANMIETUNG:
  • bei Mietverträge mit einer Laufzeit von mehr als 3 Jahren sowie unbefristeten Mietverträgen beträgt die maximale Provisionshöhe 2-Bruttomonatsmieten

 

  • Bei Mietverträgen mit einer Laufzeit von bis zu maximal 3 Jahren beträgt der Provisionsanspruch 1-Bruttomonatsmiete

 

  • Die Bemessungsgrundlage für die Maklerprovision ist der  Nettohauptmietzins und die Betriebskosten ohne Umsatzsteuer zusammen und zu dieser Gesamtsumme kommen dann 20% Umsatzsteuer hinzu.

 

Zusätzlich ist bei der Anmietung einer Fläche eine öffentliche Mietvertragserrichtungsgebühr zu entrichten.

Unbefristete Mietverträge

Bei unbefristeten Wohnungsmietverträgen sowie Geschäfts-/Büroflächen beträgt die Gebühr 1% von der Summe des dreifachen Jahresbruttomietzinses.

Befristete Mietverträge von weniger als 3 Jahren

Bei befristeten Wohnungsmietverträgen von weniger als 3 Jahren beträgt die Gebühr 1% des Mietzinses der gesamten Vertragsdauer.

Befristete Mietverträge von 3 Jahren oder mehr

Bei befristeten Mietverträgen bei Wohnungen von 3 Jahren oder mehr gilt dieselbe Berechnung wie bei unbefristeten. Bei befristeten Mietverträgen von Geschäftsräumen ist die Gebühr 1% des Bruttomietzinses der gesamten Vertragsdauer – maximal ein Prozent des 18-fachen Jahresbetrages. 


 

Für Punkt 1. und Punkt 2. zusammen sollten Sie mit +/- 10% zusätzlichen Kosten zum Kaufpreis rechnen die für den Eigentumserwerb anfallen. Sollten Sie noch zusätzlich eine Finanzierung durch einen Bankkredit benötigen, so sind auch die Kosten unter Punkt 3 noch einzurechnen.

 

3. KOSTEN BEI FINANZIERUNG / HYPOTHEKENDARLEHEN

  • GRUNDBUCHSEINTRAGUNGSGEBÜHR: 1,20% vom Kaufpreis
  • RANGORDNUNG allgemein für die Verpfändung: 0,60% vom Kaufpreis

 

 

4. ENERGIEAUSWEIS

Das Energieausweis-Vorlage-Gesetz (EAVG 2012) schreibt vor, dass der Verkäufer bei Verkauf eines Gebäudes oder eines Nutzungsobjektes dem Käufer rechtzeitig vor Abgabe der Vertragserklärung einen zu diesem Zeitpunkt höchstens zehn Jahre alten Energieausweis vorzulegen, und dem Käufer diesen spätestens 14 Tage nach Vertragsabschluss auszuhändigen hat.

Sollte dies nicht erfolgen, hat der Käufer das Recht, nach erfolgloser Aufforderung an den Verkäufer entweder selbst einen Energieausweis zu beauftragen und die angemessenen Kosten binnen 3 Jahren gerichtlich geltend zu machen, oder direkt die Aushändigung eines Energieausweises einzuklagen.

 

 

 

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INFORMATIONEN STEUER & RECHT:

 

Immobilien werden in Österreich auf drei Ebenen besteuert: Steuer fällt bei Erwerb an, aber auch die Nutzung und Veräußerung könnte einer Steuerpflicht unterliegen.

 

Der Grunderwerb unter Fremden wird in Österreich mit einer 3,5% Grunderwerbsteuer vom Kaufpreis belastet, darüber hinaus kostet die Eintragung ins Grundbuch 1,1% des Verkehrswertes.

 

Sobald der neue Eigentümer ins Grundbuch eingetragen wird, schreibt die Gemeinde die laufend fällige Grundsteuer vor. Der Steuersatz ist gestaffelt und liegt in der Regel knapp unter der zwei Promille-Grenze.

 

Wird die Immobilie gewinnbringend vermietet, sind die Überschüsse steuerpflichtig. Natürliche Personen haben diese Überschüsse mit dem Tarifsteuersatz zwischen 0-55% zu besteuern, Kapitalgesellschaften besteuern mit der Flat-Tax von 25%.

Auch beschränkt Steuerpflichtige müssen ihre Vermietungseinkünfte in Österreich mittels Steuererklärung an das Finanzamt melden und die entsprechende Einkommensteuer bezahlen.

Der Wohnsitzstaat befreit diese Einkünfte in der Regel von der Steuerpflicht, darf jedoch den Steuersatz, mit dem die restlichen Einkünfte besteuert werden, entsprechend erhöhen.

 

Überschüsse aus Immobilienveräußerungen sind in Österreich ebenso steuerpflichtig und zwar ungeachtet dessen, ob ein unbeschränkt oder beschränkt Steuerpflichtiger veräußert. Die Immobilienertragsteuer beträgt 30%, Kapitalgesellschaften besteuern Veräußerungsgewinne mit der Körperschaftsteuer von 25%. Die wichtigste Steuerbefreiung betrifft natürliche Personen mit mindestens zweijährigem Hauptwohnsitz.

 

Auf allen drei Ebenen - bei Kauf, Nutzung und Veräußerung - werden in der Regel umsatzsteuerbare Umsätze ausgeführt, die zur Umsatzsteuerpflicht führen können. Auf Ebene der Vermietung sowie der Veräußerung sind in bestimmten Fällen jedoch Steuerbefreiungen möglich.